Carl Schuler baute 1896 das Hotel Post, nachdem mit der Erbauung der technisch interessanten Arlbergbahn und der Fertigstellung des 11 km langen Eisenbahntunnels zwischen St. Anton und Langen im September 1884 der sommerliche Fremdenverkehr angestiegen war.
Eine entscheidende Wende brachte dann der um die Jahrhundertwende aus Skandinavien in die Alpen gekommene Skilauf. Seine Pioniere, unter ihnen nicht wenige einheimische Arlberger, machten unser Gebiet bald zu einem bekannten Zentrum des neuen Sportes, der im Hotel Post in St. Anton von Anfang an eine Heimstätte hatte.
Sein Besitzer Carl Schuler hatte den jungen Hannes Schneider aus Stuben als Skilehrer in sein Haus geholt und damit, da dieses Skitalent aus seiner Geländeerfahrung heraus die weltberühmt gewordene Arlberg-Methode schuf, der ganzen Arlberger Winterentwicklung eine spezifische Richtung gegeben.
Die St. Antoner Atmosphäre mit ihrer skisportlichen und gesellschaftlichen Eigenart war gerade in unserem Hotel Post in St. Anton von je her typisch. Die Gästeliste des Hotel Post wies Prominenz aus aller Herren Länder auf, große Namen aus Fürstenhäusern, aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kunst, während die Musikwelt immer wieder mit ihren großen Dirigenten und Komponisten in der frohen Schar der Gäste vertreten war.
Kommerzialrat Walter Schuler baute 1927/28 das Hotel Post zu einem modernen Sporthotel aus und es war der weltberühmte Architekt Clemens Holzmeister, der dem neuen Haus sein, das Ortsbild kennzeichnende, Aussehen gab. Die Familie Alber erwarb das Hotel Post vor mehreren Jahren und war von Anfang an bemüht, es im Sinne der alten Tradition zu führen, jedoch mit zeitgemäßen Investierungen das Angebot an moderner Gastlichkeit zu erhöhen. Ein Saunabetrieb wurde gebaut, die Hotelfront vorteilhaft durch eine einladende Terrasse mit darunter befindlicher Geschäftszeile verändert und vor allem mit großzügig geplanten Komfortverbesserungen ein erhöhtes Hotelniveau erreicht.
Das Hotel Post in St. Anton am Arlberg ist mit der Geschichte St. Antons eng verbunden, bewährte gastgewerbliche Überlieferungen soll seinen Freunden auch fernerhin den Aufenthalt prägen.